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Weiterbildungsmaster Interpretation der Chormusik

Berufsbegleitender Studiengang
an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
in Kooperation mit dem Deutschen Chorverband

Angebot
Die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bietet in Kooperation mit dem Deutschen Chorverband ein Weiterbildungsstudium für ChordirigentInnen unter der Leitung von Prof. Jörg-Peter Weigle an. Das Angebot umfasst neben dem vorbereitenden Selbststudium vier Arbeitsphasen zu je vier Tagen in Berlin. Möglich ist die Teilnahme als MasterstudentIn oder als GasthörerIn (2. bis 4. Arbeitsphase). Es werden Dirigiertechnik und Interpretation vermittelt, als Klangkörper stehen in jeder Arbeitsphase ein Studiochor oder ein Orchester zur Verfügung.


Inhalt

Inhalt des Studienganges ist die Flexibilisierung der Dirigiertechnik und der Probenmethodik zur Anpassung an die jeweilige Interpretation sowie das Studium von Werken unterschiedlicher stilistischer Richtungen der sogenannten klassischen Chormusik für gemischten Chor. Unterrichtet werden Dirigiertechnik, Probenpraxis,  Intonationsarbeit und Stilistik. Die Werke werden rechtzeitig vor der jeweiligen Arbeitsphase bekannt gegeben und im Selbststudium vorbereitet.

Dozent
Prof. Jörg-Peter Weigle begann seine musikalische Tätigkeit als Mitglied des Leipziger Thomanerchores von 1963 bis 1971. Von 1973 bis 1978 studierte er an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Horst Förster, Dietrich Knothe und Prof. Ruth Zechlin. Neben seinen Engagements als Chefdirigent beim Leipziger Rundfunkchor, der Dresdner Philharmonie und den Stuttgarter Philharmonikern entfaltete er eine rege in- und ausländische Gasttätigkeit. Er dirigierte u. a. den Chor des Bayerischen Rundfunks, den Chor und das Orchester des NDR Hamburg, die Radio-Philharmonie Hannover und den RIAS Kammerchor.
Seit April 2001 ist Jörg-Peter Weigle Professor für Chordirigieren an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Künstlerischer Leiter des Philharmonischen Chores ist er seit 2003. Sein Repertoire umfasst die gesamte Bandbreite der Chorsinfonik. Die Aufführung vergessener Werke ist ihm ebenso ein Anliegen wie die Zusammenarbeit des großen Chores mit Barockorchestern. Außerdem engagiert sich Jörg-Peter Weigle seit über 20 Jahren im Dirigentenforum des Deutschen Musikrates.


Klangkörper

Die Studierenden arbeiten mit einem Übungschor, der aus allen TeilnehmerInnen gebildet wird. Darüber hinaus stehen als Vertragschöre in den ersten drei Modulen renommierte Ensembles zur Verfügung – zuletzt waren dies zum Beispiel das consortium vocale berlin (Leitung: Matthias Stoffels), opus vocale (Leitung: Volker Hedtfeld) und Cantus Domus (Leitung: Ralf Sochaczewsky). Während der vierten, chorsinfonischen Arbeitsphase arbeiteten die TeilnehmerInnen der letzten Jahrgänge mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg.

Repertoire
In den vergangenen Jahrgängen wurden u. a. folgende Werke erarbeitet:

Renaissance, Barock:

  • Heinrich Schütz: Es ist erschienen, Verleih uns Frieden aus: Geistliche Chormusik
  • Johann Hermann Schein: Wende dich Herr, Was betrübst du dich meine Seele aus: Israelsbrünnlein
  • John Farmer: Fair Phyllis
  • John Bennet: Weep, o mine eyes
  • Johann Sebastian Bach: Ehre sei Gott aus: Weihnachtsoratorium 2. Teil Nr. 21, Ruht wohl aus: Johannespassion Nr. 39

Klassik, Romantik:

  • Johannes Brahms: Nänie, Fest und Gedenksprüche, Von alten Liebesliedern
  • Anton Bruckner: Messe e-Moll, Os justi, Locus Iste, Ave Maria
  • Franz Schreker: Gesang der Armen im Winter, Vergangenheit
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Verleih uns Frieden

20./21. Jahrhundert:

  • Benjamin Britten: Hymn to St. Cecilia
  • Ralph Vaughan Williams: Three Shakespeare Songs
  • Henry Purcell/Sven-David Sandström: Hear my Prayer
  • Knut Nystedt: Messe
  • Francis Poulenc: 4 Motets pour un temps de pénitence
  • Frank Martin: Messe für Doppelchor

Chorsinfonik:

  • Gabriel Fauré: Requiem
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre, Nr. 10-16 und weitere Rezitative aus: Elias, Ouvertüre, Nr. 6 und weitere Rezitative aus: Paulus
  • Johannes Brahms: Schicksalslied

Termine Studiengang 2017
Bewerbungsschluss: 15. April 2016
Zugangsprüfung: 20. Juni 2016

Module
19. – 22.01.2017: Barock/Vorbarock
16. – 19.02.2017: Romantik
20. – 23.04.2017: 20. und 21. Jahrhundert
21. – 24.09.2017: Chorsinfonik


Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes, mindestens vierjähriges (240 LP gemäß ECTS) Studium an einer Musikhochschule bzw. vergleichbares Studium und eine mindestens einjährige Praxis als ChordirigentIn.

Kursgebühr
Der Kurs kostet für Masterstudierende 2.500 Euro. GasthörerInnen bezahlen 150 Euro (2. - 4. Arbeitsphase).


Bewerbung

Das Zulassungsverfahren besteht aus einer schriftlichen Bewerbung (Online-Verfahren) und einer praktischen Prüfung, die im Juni 2016 in Berlin stattfindet.

Bitte beachten Sie, dass die Hochschule für Musik Hanns Eisler mit der Einführung eines Campus-Management-Systems begonnen hat. Der Bewerbungsprozess läuft damit datenbankunterstützt und ist damit ausschließlich online möglich unter https://bewerbung.hfm-berlin.de. Auf dem Postwege eingesandte Papierbewerbungen können nicht mehr verarbeitet werden.

Bewerbungsschluss ist der 15. April 2016!


Weitere Informationen

Fragen zum Weiterbildungsmaster beantwortet gerne das Projektbüro des Deutschen Chorverbandes, auch GasthörerInnen können sich hier bis Januar 2017 für den besuch des 2. bis 4. Moduls anmelden:

Deutscher Chorverband e. V.
Projektbüro
Telefon +49 30 847108930
projektbuero[at]deutscher-chorverband.de

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