Traum und Sehnsucht: Neue Noten für euren Chor!
Die schönsten Projektideen
Der Deutsche Chorverband hat zusammen mit der Volkswagen Group als Partner eine besondere Aktion gestartet: Bis Ende Oktober 2025 konnten sich Chöre dafür bewerben, die Noten der Neuerscheinung "Traum und Sehnsucht" (Schott Music) kostenfrei für all ihre Chormitglieder zu erhalten. Rund 60 Chöre werden nun mit den Noten ausgestattet.
Kurz vorgestellt: 14 Projekte zu "Traum und Sehnsucht"
Außerdem wurden 14 Konzertvorhaben zum Thema "Traum und Sehnsucht" von Chören aus ganz Deutschland ausgewählt, die das Repertoire musikalisch aufleben lassen.
Diese Projekte erhalten jeweils 500 Euro Unterstützung und sollen bis spätestens Ende des Jahres 2026 umgesetzt werden.
Bezirkskantorei Donnersberg (Rheinland-Pfalz)
Musikalisches Erinnern verbindet sich mit Stadtgeschichte: Unter dem Titel "Jiskor – Gedenke!" will die Bezirkskantorei Donnersberg (Leitung: Ulrike Heubeck) ein besonderes Konzert zur Aufführung bringen. Neben Arrangements aus "Traum und Sehnsucht" erklingen dann Instrumentalwerke jüdischer Komponisten. Das Konzert in der Paulskirche Kirchheimbolanden wird in eine Stadtführung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde eingebettet und mit Bildern und Projektionen von zerstörten und noch existierenden Orten jüdischen Lebens im Ort begleitet.
Chor KolHaLev (Baden-Württemberg)
Der 2025 neu gegründete Chor KolHaLev (übersetzt: Stimme des Herzens) unter Leitung von Charlotte Kersting nimmt "Traum und Sehnsucht" mit in die Freiburger Kulturszene: Die zwölf Sänger:innen wollen sich im Projekt "Singen gegen Antisemitismus" mit einem internationalen, einem christlichen und einem arabischen Chor zusammenschließen. In einem Konzert am Europäischen Tag der Jüdischen Kultur oder dem israelischen Unabhängigkeitstag 2026 sollen die "Traum und Sehnsucht"-Arrangements im Lokal "Jaffa" in Freiburg im Breisgau präsentiert werden, in weiteren Konzerten dann in ehemaligen Synagogen in der Umgebung.
Chöre Belcanto & Intermezzo Feuchtwangen (Bayern)
Die zwei Chöre Belcanto und Intermezzo des Gesang- und Musikvereins 1827 Feuchtwangen (Leitung: Birgit Mathes) gestalten im Jahr 2026 ein großes Herbstkonzert mit Chorliteratur aus "Traum und Sehnsucht". Geplant sind ein Festakt, eine Ausstellung und ein Vortrag zur jüdischen Chorgeschichte. Das Konzert steht auch in Vorbereitung auf das 200-jährige Jubiläum des Vereins, das 2027 gefeiert wird.
Collegium Vocale Aschaffenburg (Bayern)
Ziel des “Traum und Sehnsucht”-Konzertprojekts des Collegium Vocale Aschaffenburg ist es, jüdische Geschichte, Kultur und Spiritualität in einem musikalischen Rahmen zu würdigen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Das Konzertprogramm unter der Leitung von Britta Gläser, das für Ende 2026 geplant ist, soll durch Vorträge und eine begleitende Ausstellung ergänzt werden. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern wie das Stadtarchiv oder ein lokales Gymnasium angestrebt, wodurch Musik, Geschichte und Gemeinschaft sich in diesem Projekt auf besondere Weise verbinden.
Dresdner Kammerchor (Sachsen)
Der Dresdner Kammerchor (Leitung: Hans-Christoph Rademann) bettet Werke aus "Traum und Sehnsucht" in die Reihe seiner Gedenkkonzerte zum 9. November ein. 2026 stehen bei einem Konzert in der Dresdner Annenkirche unter dem Titel "Vom Leben Singen" Arrangements aus "Traum und Sehnsucht" zusammen mit weiteren Werken aus dem frühen 20. Jahrhundert auf dem Programm. Mit diesem Projekt möchte der Dresdner Kammerchor auch die Kooperation mit der jüdischen Gemeinde Dresden weiter ausbauen.
ensemble carmina (Thüringen)
Das ensemble carmina aus Bad Köstritz will Werke aus "Traum und Sehnsucht" im Rahmen der Gedenkveranstaltung zur Progromnacht am 9. November 2026 erklingen lassen. Der Abend am Jugendhilfezentrum "Wendepunkt" soll dem Gedenken an Pfarrer Werner Sylten gewidmet werden, der 1942 in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet wurde. Zu diesem abendlichen Gedenken kommen Zeitzeug:innen, Angehörige, Schüler:innen der Einrichtung und umliegender Schulen sowie viele Bürger:innen aus Bad Köstritz zusammen. Musik verbindet sich hier mit lokalem Erinnern.
Ensemble le chant trouvé (Bayern)
In seinen Konzerten hat das Ensemble le chant trouvé, geleitet von Almut Gatz, bereits Lieder aus dem "Deutsch-Jüdischen Liederbuch" von 1912 gesungen und mit Improvisationen kombiniert. Auf diesem Programm aufbauend planen die Sänger:innen für das Jahr 2026 mehrere Konzerte mit Liedern aus dem Liederbuch und den neuen Arrangements aus "Traum und Sehnsucht". Komponierte und improvisierte künstlerische Auseinandersetzung mit diesem kulturellen Schatz können sich in diesem Konzert gegenseitig beleuchten.
Gemischter Chor "Liederkranz" 1903 Schameder (Nordrhein-Westfalen)
Der Gemischte Chor "Liederkranz" 1903 Schameder (Leitung: Tom Fiedler) plant ein Benefizkonzert mit den Werken aus "Traum und Sehnsucht". Mit dem Konzert sollen Spenden für den Wiederaufbau der alten Synagoge in Bad Laasphe gesammelt werden, die 2027 wiedereröffnet und künftig als Ort des Lernens, der Erinnerung und der Begegnung dienen soll. Flankiert wird das Projekt mit einer Kooperation im Musikunterricht der örtlichen Grundschule.
Gesangverein "Liederkranz" 1879 Pohl-Göns (Hessen)
Mit den Stücken aus "Traum und Sehnsucht" möchte sich der Gesangverein Liederkranz 1879 Pohl-Göns auf eine Reise in die Vergangenheit begeben – und seinem historischen Ort zugleich neues musikalisches Leben einhauchen. Im Herbst 2026 ist dafür ein Konzert unter der Leitung von Romana Wilmsmann in Pohl-Göns geplant, das der Chor mit der Renovierung der historischen Synagoge von 1926 verbindet, deren Wiedereröffnung für 2027 vorgesehen ist. So entsteht ein kultureller Beitrag zum lokalen Erinnern und zur Wiederbelebung des Ortes.
Hebräischer Chor Berlin (Berlin)
Im Herbst 2026 will der Hebräische Chor Berlin (Leitung: Yael Front) Werke aus "Traum und Sehnsucht" in der James-Simon-Galerie erklingen lassen, dem zentralen Empfangsgebäude der Berliner Museumsinsel. Der Chor schlägt damit eine musikalische Brücke zum "Deutsch-Jüdischen Liederbuch" von 1912, das einst von James Simon gefördert wurde und Ausgangspunkt des Arrangement-Wettbewerbs war, in dessen Rahmen die Kompositionen aus "Traum und Sehnsucht" entstanden sind. So verbindet das Projekt jüdische Geschichte mit lebendiger Chormusik.
Norddeutscher Synagogalchor (Niedersachsen)
Der Norddeutsche Synagogalchor aus Hannover widmet den Arrangements aus "Traum und Sehnsucht" im Herbst 2026 ein Format seiner Vortragskonzertreihe. Ergänzt werden soll die Aufführung der Werke durch historische Erläuterungen. Zudem ist eine Vermittlung der Lieder des "Deutsch-Jüdischen Liederbuchs" von 1912 im Schulunterricht des Kaiser-Wilhelm-und-Ratsgymnasiums geplant. Die Aufführung zeitgenössischer Arrangements durch den Chor im Rahmen des Unterrichts soll dabei einen Anker kulturellen Verständnisses bei jungen Menschen setzen.
Oratorienverein Plochingen und Umgebung (Baden-Württemberg)
Erinnerungskultur generationsübergreifend wachhalten – das ist das Ziel des Oratorienvereins Plochingen und Umgebung, der am 8. und 9. Mai 2026 zwei Konzerte mit Liedern aus "Traum und Sehnsucht" gestalten will. Unter der Leitung von Heidrun Speck verbindet der Chor in seinem Programm romantische, zeitgenössische und Pop-Chorwerke mit Stücken aus dem neuen Notenband, ergänzt durch Lesungen. Eine Kooperation mit dem Gymnasium Plochingen erweitert das Projekt um eine pädagogische und lokale Dimension.
Saxonia Cantat (Sachsen)
"Traum und Sehnsucht" kommt zu Saxonia Cantat: Unter der Gesamtleitung von André Schmidt aus Weimar ermöglicht der Sächsische Chorverband seit 2015 jährlich ein Chorprojekt unter Mitwirkung von über 150 Schüler:innen aus ganz Sachsen. An einem Probenwochenende in der Landesmusikakademie Sachsen sollen die Arrangements aus "Traum und Sehnsucht" von Saxonia Cantat erarbeitet und Anfang Oktober 2026 in einem gemeinsamen Konzert mit dem Leipziger Synagogalchor aufgeführt werden.
Wilmersdorfer Kammerchor (Berlin)
Der Wilmersdorfer Kammerchor aus Berlin spannt bei einem "Traum und Sehnsucht"-Konzert im Herbst 2026 den musikalischen Bogen von der Zerstörung bis zu Vergebung. Eröffnet wird das Programm in der Kirche am Hohenzollernplatz mit Rudolf Mauersbergers "Wie liegt die Stadt so wüst", dann erklingen Arrangements aus "Traum und Sehnsucht" kombiniert mit weiteren Werken und gelesenen Texten sowie einer Komposition des Chorleiters Christian Bährens.